Die "falschen Erinnerungen an sexuellen Missbrauch" waren meine Taufe in der Wissenschaftskritik. Davon handelt mein Buch Rotkäppchens Schweigen (2006). Ich habe 2010 hier nochmal etwas für die Opfer von wissenschaftlichen Gutachten geschrieben.
Meine Sicht auf die Dinge hat sich gewandelt, seit ich den wahren Hintergrund von Missbrauch, Satanismus und auch der Wissenschaft verstehe. Alles, was ich zuvor detailliert analysiert habe, ist tatsächlich nur Teil des Geschäfts der gefallenen Engel, um die Menschheit zu versklaven und zu zerstören.
Natürlich gibt es grundsätzlich so etwas wie "falsche Erinnerungen". Man kann Sachen verwechseln. Man kann sie vergessen und sich später wieder richtig erinnern. Man kann sich aber auch falsch erinnern. Man kann denken, man hat eine bestimmte Sache erledigt, aber in Wahrheit hatte man sich nur vorgestellt, wie man sie erledigt. Später erinnert man sich an diese Vorstellung und glaubt, sie wäre echt. Man kann verwechseln, woher man etwas weiß. Wenn man unter Drogen stand, kann die Erinnerung sehr vage und verschwommen werden. Wenn man durch Trauma in Trance ist, kann man hinterher nicht sicher sein, ob man etwas nur erlebt oder fantasiert hat. Man kann vielleicht mal etwas träumen und sehr viel später nicht mehr sein, ob man es nur geträumt hat. Wenn Menschen sich über gemeinsam Erlebtes unterhalten, stellen wir manchmal unterschiedliche Details und Perspektiven fest, oder wir streiten uns sogar darüber, wie es nun wirklich war.
Manche Menschen haben weitaus stärkere Probleme mit ihrer Erinnerung. Vieles ist vage, vieles wird "vergessen", was man normalerweise gar nicht vergessen kann. Das sind meist schwer traumatisierte Menschen mit einer Art von Persönlichkeitsspaltung durch Trauma. Aber fast alle Augenzeugenberichte nach Unfällen und Verbrechen sind voller Fehler. Der eine beschreibt etwas so, der andere ganz anders.
Fürwahr, wir wissen alle, dass unsere Erinnerung alles andere als perfekt ist.
Was allerdings nie vorkommt, ist, dass ein Augenzeuge den eigentlichen Gehalt des Geschehens komplett falsch erzählt. Jeder Augenzeuge weiß, da wurde jemand erschossen oder da sind zwei Autos ineinander gekracht oder was auch immer.
Wie auch immer, Psychologen stehen Gerichten seit längerem als Fachgutachter zur Seite, um die Glaubhaftigkeit von einzelnen Zeugenaussagen zu beurteilen.
Ab den 1970er Jahren kamen Fälle von sexuellem Missbrauch und vor allem auch von schrecklichen Ritualen in Kulten in den USA in die Medien. Dabei wurden immer wieder auch Prominente beschuldigt. In Deutschland kamen in den 1980er Jahren erste Fälle von organisiertem Missbrauch in die Öffentlichkeit. Die "Wormser Prozesse" gingen über Jahre durch die Medien. Es ging um den Missbrauch zahlreicher Kinder durch eine organisierte Gruppe Erwachsener. Hier spielten natürlich Augenzeugenberichte über selbst erlebte Gewalt eine wichtige Rolle. Aber anfangs sah es danach aus, dass den Opfern geglaubt wurde.
In den 1990er Jahren wurde die Welle der Aufdeckungen abrupt gestoppt. Nun hieß es überall, die Wissenschaft hat mit objektiven Methoden herausgefunden, dass viele der Aussagen der Opfer nicht auf realem Erleben fußten, sondern auf Fantasien. Diese Wissenschaftler erfahren höchstes Gehör und Anerkennung vor Gericht, anders als die Wissenschaftler, die über die Traumafolgen arbeiten.
Heute nennt man so etwas "Gaslighting", aber wenn es aus der Wissenschaft kommt, dann ist es natürlich "Aufklärung". Die altbekannte Ausrede von Tätern, "das bildest du dir nur ein", wurde damit zum wissenschaftlichen Standard gemacht.
Die Methoden, mit denen diese Wissenschaftler arbeiten, sind wahrhaft unterirdisch. Aber es ist auch logisch, man kann Lügen nicht mit Ehrlichkeit beweisen.
Die berühmteste Studie ist "Lost in a Shopping Mall" von Elisabeth Loftus. Probanden wurde vorgelogen, sie wären als Kind mal in einem Einkaufszentrum verloren gegangen. Ihnen werden gefälschte Beweise präsentiert. Dann sollen sie immer wieder darüber fantasieren, wie das Ereignis ablief. Sie stehen ohnehin unter dem sozialen Druck, dass man gut dastehen will und ungern zugibt, sich an etwas nicht zu erinnern. Und wir wissen ja alle, dass wir uns manchmal wirklich nicht an Dinge erinnern, die aber passiert sind. Also produzieren die Probanden Geschichten. Viele glauben diese Geschichten am Ende selbst. Der eine oder andere bleibt sogar dabei, als die freundlichen Gehirnwäscher alias Wissenschaftler ihn darüber aufklären, wie sie ihn reingelegt haben.
Und damit hat "die Wissenschaft" eindeutig bewiesen, dass es "sehr wahrscheinlich" eine falsche Erinnerung ist, wenn jemand sich während einer Therapie oder als Erwachsener an sexuellen Missbrauch erinnert. Oder wenn Kinder etwas erzählen. Alles versehentlich suggeriert und versehentlich eingebildet, es sei denn, es gibt zufällig ein Geständnis oder Bildbeweise.
Diesen bösartigen schlechten Witz an Gaslighting produzieren Wissenschaft und Medien in regelmäßigen Abständen in immer neuen Auflagen. Und Gerichte, Medien und die ganze Welt saugen es dankbar auf. Die Opfer sind gar keine Opfer, sie bilden sich alles nur ein.
Dabei hilft natürlich, dass die Welt zuvor mit Psychoanalyse und Unterbewusstsein schon so gehirngewaschen wurde, dass wir diesem Unterbewusstsein einfach "alles" zutrauen. Selbst ernannte Expterten haben "erforscht", wie wir Menschen wirklich funktionieren, und wir glauben egal welchen Blödsinn.
Erst vor Kurzem erfuhr ich, wie eng verknüpft meine Studien über die "falschen Erinnerungen" mit meinem eigenen Leben sind. Ich habe mich wieder daran erinnert, wie sie mir im Kult als Kind suggerierten, dass meine Erinnerungen an Jesus und den Himmel alles nur "falsche Erinnerungen" waren. Ich hatte es schließlich geglaubt und war vollkommen zerstört. – Ah, dachte ich, deshalb habe ich dieses Buch Rotkäppchens Schweigen schreiben müssen. Mit meinem dort erworbenen Wissen konnte ich diese Erinnerung jetzt überhaupt verstehen und einordnen.
Gott plant unser gesamtes Leben, es ist unglaublich faszinierend, wenn man plötzlich etwas erkennt, wie Gott einen wichtigen Faden über Jahrzehnte verspinnt.
Mit meinem heutigen Wissen muss ich trotzdem etwas korrigieren bzw. ergänzen. Durch Trauma gespaltene, dämonisierte Teile einer Persönlichkeit können wirklich, tatsächlich und ehrlich "falsche Erinnerungen" hervorbringen, ohne dass der Mensch es begreift. Es funktioniert so: Gefallene Engel erfinden Geschichten und geben uns Bilder ein. Sie benutzen dafür unsere echten, intensiven, körperlichen Erinnerungen aus echten traumatischen Erfahrungen, teils auch echte Bilder. Diese können sie immer wieder abspielen, wie gesprungene Schallplatten. (So erklärt sich auch das Flashback-Phänomen, was ja nicht alle Menschen nach einem Trauma betrifft.)
Mit dämonisch inszenierten Fantasiegeschichten von tatsächlich maximal gequälten und zerstörten Opfern hatte "die Wissenschaft" es natürlich leicht, der Welt ihre Story von den falschen Opfern zu verkaufen. Aber die Dämonen erfinden kein Trauma neu. Sie sind mit dem Trauma in die Person gelangt, und sie kaschieren und verdrehen die echten Erinnerungen, wenn man es ihnen ermöglicht.
Der einzige, der uns wirklich helfen kann, "dämonisch manipuliert" von "echt" zu unterscheiden, ist Jesus Christus.
Glaubhaftigkeitsgutachten bei sexuellem Missbrauch