credit: NASA
+++ ergänzt und kleine Fehler korrigiert am 31.5.26+++
Artemis 2 startet am 1. April 2026, 18:24 Uhr Ortszeit.
Der 1. April ist ein wichtiges Datum für die NASA. "Am 1. April 1960 sendete der Fernseh- und Infrarot-Beobachtungssatellit TIROS-1 das allererste
Fernsehbild der Erde aus dem Weltraum", schreibt Business Insider.
Exakt 66 Jahre nach diesem ersten Fernsehbild startet Artemis 2 und fliegt in 9 Tagen eine elegante 8 von der Erde um den Mond herum. Die Gesamtstrecke beträgt 2,3 Millionen Kilometer, heißt es. (Die 23 ist bei Freimaurern sehr beliebt, unter anderem weil 2 geteilt durch 3 = 0,666 ist.)
Die Strecke wäre in Wahrheit in ihrem Modell 10 mal so weit. Das Raumschiff könnte die Strecke nicht schaffen. Es ist zu langsam, die Erde (und der Mond) sind in ihrem eigenen Modell zu schnell. Die Erde soll mitsamt Mond mit ca. 100.000 km/h um die Sonne rasen, Artemis soll durchschnittlich 10.000 km/h schaffen, der Mond soll ca. 400.000 km weit von der Erde entfernt sein.
Vergleichen wir die Story mit einem theoretischen Ereignis auf unserer Erde. Für unser Beispiel haben wir die Geschwindigkeiten und Strecken jeweils um den Faktor 2.000 gekürzt. Nehmen wir einen Fußgänger, der 5 km/h schnell ist und einen langsamen Zug, der 50 km/h schnell ist. Der Fußgänger steht für Artemis, die mit durchschnittlich ca. 10.000 km/h unterwegs sein soll. Der Zug steht für die Erde, die ja mit ca. 100.000 km/h um die Sonne rasen soll. (Das gilt natürlich auch für den Mond, der sogar noch schneller wäre und ständig sein Tempo wechseln müsste, aber das Tempo des Mondes können wir erstmal außer Acht lassen für das, was ich hier zeigen will.)
Laut NASA dauerte die Reise von Artemis 9 Tage 1 Stunde und 32 Minuten, also ca. 217 Stunden.
Unser Fußgänger verlässt also den Zug am 1. April. Er unternimmt einen Spaziergang, der 217 Stunden dauert und 1085 km umfasst. Sagen wir, er umrundet irgendein Ziel in 200 km Entfernung, indem er eine große 8 läuft. Dann läuft er dahin, wo der Zug war, als er ihn verließ, um wieder einzusteigen. – Stimmt, so dumm wäre natürlich keiner.
Aber könnte er es schaffen, wenn er einfach dahin geht, wo der Zug nach 217 Stunden sein wird? Wohl kaum, weil der Zug jetzt 10.850 km weiter irgendwo durch Afrika tuckert.
Und genau das gleiche Problem in vergleichbarer Größenordnung hat Artemis 2 mit der Erde.
Normalerweise merkt es keiner. Aber das ist ihre Erklärung, falls doch jemand fragt: Das ist doch klar, im "Vakuum des Weltalls" und im "Gravitationsfeld der Erde" erhält sich der Schwung, den Artemis von der Erde mitbekommen hat, natürlich ewig.* Absolut logisch ist Artemis deshalb auch die 23 Millionen km in 9 Tagen mit der Erde einfach perfekt synchron mitgeflogen. Das ist so selbstverständlich, darüber muss niemand auch nur ein Wort verlieren.
Naja, auch wenn Beschleunigungsenergie in einem Vakuum an sich ewig halten würde, das Raumschiff hat ja einen Antrieb. Es steuert mal hierhin, mal dahin, es entwickelt seine eigene Beschleunigungsenergie, und das hätte selbstverständlich Auswirkungen auf die Schwungenergie von der Erde (falls da überhaupt dieser immense Schwung wäre, den man beim Raketenstart wirklich mitnehmen könnte und falls sie wirklich Antriebe hätten, die im Vakuum funktionieren usw.). Sie wollen ja eine 8 um Mond und Erde geflogen sein, also immer auch eine Zeitlang entgegen der Flugbahn der Erde, mit eigenen Triebwerken.
Stell dir vor, du wirfst einen Ball, aber der hat einen Raketenantrieb und fliegt eine eigene Route. Wird er dabei nicht den Schwung abbremsen? Wie ich das sehe, wenn ich mit 1000 Sachen in eine Richtung geschleudert werde und dann mit einem Motor mit 100 Sachen dagegen halte, dann habe ich maximal noch einen Schwung von 900. Wenn ich mit Antrieben entgegen der Schwungrichtung arbeite, verliere ich Schwung, oder nicht? Also, wie hat Artemis es geschafft, die Erde nicht zu verlieren?
Weil ihre Erklärung alles andere als umwerfend überzeugend ist, sprechen sie nicht über das immense Wunder, was Artemis 2 hier vollbracht hätte. Nur wenn man nachbohrt, geben sie es zu: Wir sagen zwar, Artemis wäre 2,3 Millionen Kilometer geflogen, obwohl sie natürlich zusätzlich auch mitsamt Erde und wundersam kreiselndem Mond die 23 Kilometer um die Sonne geflogen sind. Aber das ist alles ganz normal und nicht der Rede wert.
Und der Normalsterbliche, der wohl geübt ist, keine Fragen zu stellen, freut sich über die Photoshopbilder und über die fliegenden Kuscheltiere, die lachende Crew und die Tütensuppen, die sie schlürfen, damit wir sehen, wie schwerelos alles in ihrem Virtual Reality Weltraumstudio ist. Abrakadabra.
Michael White: Isaac Newton: The Last Sorcerer
P.S.: Die NASA behauptet nicht, dass die "Schwerkraft" der Erde Artemis mitgezogen hätte. Das können sie nicht. Zum einen spielen sie uns auf der ISS in angeblich 400 km Höhe schon totale Schwerelosigkeit vor, wo die Dinge haltlos umher taumeln. Zum anderen wären die Treibstoffmengen, die benötigt würden, um 400.000 km zum Mond gegen eine nennenswerte "Schwerkraft" anzufliegen, astronomisch. Nicht machbar.
*Ein paar Anmerkungen zum Vakuum. Wenn der "Weltraum" ein Vakuum wäre, gäbe es keine Atmosphäre mehr auf der Erde, sondern alles wäre immer nur Vakuum. Was zwischen Vakuum und Luftdruck passiert, kann jeder probieren, wenn er ein neues Marmeladenglas öffnet. Dieser kurze "Zisch" entsteht dadurch, dass außerhalb vom Glas ein sehr viel höher Luftdruck besteht. Öffnet man die Schleuse, fließt blitzschnell die Luft mit mit dem höheren Druck dahin, wo der niedrigere Luftdruck herrscht. Es gleicht sich blitzschnell aus. Das ist ein unverrückbares, physikalisches Gesetz.
Deshalb haben Vakuumkammern auf der Erde meterdicke Wände, weil die Luft mit dem höheren Druck mit aller Kraft dahin will, wo der Niederdruck herrscht. Diese Kraft ist wahrhaft bombastisch und zerquetscht zum Beispiel leicht einen Metallcontainer, wenn man die Luft aus dem Container saugt.
Aber zwischen Erdatmosphäre und Vakuum im Weltraum gibt es in ihrem Modell keine Barriere. Es soll ein gleitender Übergang sein. – Das ist eine unglaublich lächerliche Behauptung angesichts der realen Physik in unserer Welt. Wie erklären sie das Wunder? Die Schwerkraft macht´s. Aber das funktioniert auch nicht. Wenn die immer schwächer werdende Schwerkraft am "Rand des Weltalls" nicht mehr alle Luftpartikel halten könnte, würde die Erdatmosphäre trotzdem mit der Zeit leergesaugt werden. Vor allem ist ihre theoretische "Schwerkraft" eine viel zu schwache Kraft im Vergleich mit der Kraft des Druckausgleichs.
Wahr ist, dass Erde und die Luft über ihr von einem Firmament eingeschlossen sind. Über dem Firmament gibt es Wasser, was unter anderem das bunte Flimmern der Sterne perfekt erklärt. Was sich außerhalb davon noch alles befindet, außer dem, was Gott uns in der Bibel sagt, wissen wir nicht. (Siehe auch Flat Earth Proof for Skeptics 2: Firmament.)
(Es gibt ehrlich gesagt, so viele blödsinnige, einander widersprechende Einzelbehauptungen seitens der NASA, dass es unmöglich ist, auf alles einzugehen...)