„Wir machen Fortschritte, alles wird besser werden.“

In der Aufklärung fand eine Machtverschiebung statt von kirchlicher Macht mit ihrer Ausrichtung auf Gott hin zu weltlicher Macht. Wir würden unsere Probleme jetzt selbst mit unserer Vernunft lösen. So wurden wir zur "freien westlichen Welt". Frei wovon? Frei von kirchlicher Unterdrückung? Oder vielleicht frei von Gott und seiner Moral?

 

Und wodurch ersetzt das Weltliche diesen Gott? Worauf sollen die Menschen hoffen, wenn nicht mehr auf Gott?

 

Da erfanden die gefallenen Engel den ewigen Fortschritt. Gestern war schlechter, heute ist schon etwas besser, morgen wird es noch besser sein. Man erklärte, die Bibel würde die Menschen mit falschen Versprechungen auf ein besseres Jenseits vertrösten und kleinhalten wollen. So sagen es ja auch heute alle, die nicht als "rückständig" gesehen werden wollen, was nun als dumm gilt.

 

Fortschritt ist der wahre Vertröster auf „später“

Allerdings kann das nur jemand sagen, der nicht weiß, wovon er redet. Mein Jesus gibt sich den Menschen bereits im Diesseits klar zu erkennen. Wer zum Glauben an ihn kommt, wird neu geboren. Er erhält einen neuen Geist. Lasten fallen von uns ab. Alles erscheint in neuem Licht. Jesus hilft uns auch unmittelbar. Er gibt uns Kraft. Er tröstet uns hier und jetzt. Er spricht mit uns und heilt uns. Jesus macht Wunder, die so klar und eindeutig und unfassbar sind. Hier, heute, in dieser Welt, nicht erst im Jenseits. (Aber das erfährt man nicht im Fernsehen und nicht in den Bildungseinrichtungen. Im Internet erfährt man es nur, wenn man weiß, wo man suchen muss.)

 

Das Jenseits ist außerdem absolut real und ewig. Das sagt einem schon die Logik in unserer zeitlich begrenzten Welt. Es gibt ein Davor und ein Danach, es gibt eine Ewigkeit. Wo und wie wir die Ewigkeit verbringen werden, ist die allerwichtigste aller Fragen – falls es da etwas gibt, was Gott von uns erwartet. Und sofern man sich damit nicht befassen will, wird man es womöglich ganz dumm verpatzen.

 

Falls das Erdenleben eine von Gott absichtlich gesetzte Weiche für unsere ewige Seele ist, gibt es nichts Wichtigeres, als hier die Weichen richtig zu stellen. Und Gott sagt uns, dass es so ist, unmissverständlich in der Bibel. Jesus zu suchen hat nichts mit Vertrösten zu tun, sondern mit absolut vernünftiger Vorsorge. Es ist wichtiger als alle Gesundheits- oder Altersvorsorgen und Sicherheitsvorkehrungen zusammengenommen.

 

Die Lüge, dass die Bibel die Menschen "nur" auf die Ewigkeit vertrösten würde, soll uns davon abhalten, überhaupt nach Gott und der Ewigkeit zu fragen. Denn wer das ernsthaft tut, dem wird Gott sich offenbaren. Und sobald das passiert ist, sind wir für den Teufel verloren, selbst wenn wir noch viele seiner Lügen weiterglauben mögen.

 

Wer hier wirklich die Menschen mit falschen Versprechungen vertröstet, das ist der Teufel mit seinem angeblichen Fortschritt. Er vertröstet uns mit falschen Versprechungen auf ein "besseres Diesseits". Denn die meisten Menschen leben zu den meisten Zeiten in Umständen, die sie nicht eben ideal nennen würden. Deshalb wird es ja auch "bald" oder "morgen" schon besser werden.

 

So rennt man ständig dem nächsten Ziel hinterher. "Wenn ich erst dies oder das hinter mir habe, wird es besser." Dass wir so ticken, liegt am falschen Fortschrittsglauben, mit dem wir von klein auf gehirngewaschen werden. Der Fortschritt ist unser Gott. Das Spätere soll immer das Bessere sein. Ist es aber nicht. Fortschritt ist ein böser, unerbittlicher Gott, der uns mit falschen Versprechungen hinhält und der uns nie satt macht.

 

Die bösen, unsere Welt beherrschenden Kulte funktionieren so. Man muss immer auf die nächste "Prüfung" hinarbeiten, wo man dann eine Stufe höher steigt. Danach wird man mehr Macht haben und weniger leiden. Im Kult kann man immer Fortschritte machen. So halten sie die Gefangenen bei der Stange, dass wir immer hoffen, eine Stufe höher wird es etwas besser für uns sein. Mit der Zeit wird alles aber wieder immer schlechter, na macht nichts, denn bald kommt ja schon die nächste Stufe, wo es wieder besser wird.

 

Und nach diesem Prinzip führen die gefallenen Engel auch die ganze Welt. Sie halten uns den Fortschritt als Wurst vor die Nase, damit wir ihnen treu bleiben. Sonst würden wir nach Gott schreien.

 

Zur Fortschrittstäuschung gehört die Theorie, dass sich immer alles in ständiger Evolution befinden würde, die Natur ebenso wie die menschliche Welt. Uns sagen sie, die Evolution wurde entdeckt, und das war natürlich wieder so ein toller "Fortschritt der Menschheit". Auch ihre Erfindung von "Globus", "Sonnensystem" und "Universum" verkaufen sie den dummen Menschen als "ganz großen Fortschritt".  Aber man kann leicht erkennen, dass alles frei erfunden und mit Fälschungen und Mathelügen inszeniert wird.

 

Die Wahrheit ist, es gibt keine Evolution, keinen Globus, kein Sonnensystem, kein Universum. Und es gibt keinen Fortschritt.

 

Menschenfeindliche Technik ist der einzige Fortschritt

Das Einzige, wo es so etwas wie Fortschritt gibt, sind Technologien. Allerdings steht uns in der Welt der Technik heute das offensichtliche Ziel dieses "Fortschritts" klar vor Augen. Es ist die totale Kontrolle über die ganze Menschheit. Diese ganze Technik ist also wirklich ein Fortschritt, und zwar ein Fortschritt hin zur ultimativen Herrschaft des Bösen über die ganze Welt.

 

Ohne all die Daten, die er seit Jahrzehnten über uns sammelt und ohne all die Technik könnte der Teufel nämlich nicht die ganze Welt beherrschen, ganz einfach weil er nicht wie Gott allwissend und allgegenwärtig ist. (Die totale Herrschaft des Teufels wird am Ende dreieinhalb Jahre dauern, dann kommt Jesus als Herrscher und König wieder.)

 

Fortschritt, woher kommst du, wohin gehst du?

Wir werden also in der Lüge erzogen, dass Fortschritt das Wesen unserer Welt wäre. Diesem innersten Wesen Fortschritt dürften wir uns nicht entgegenstellen. Fortschritt ist der Kerngedanke der Aufklärung. Er ist das erste und höchste Gebot des wissenschaftlichen Weltbildes. Per Fortschritt von Erkenntnis und Technologie wird die Menschheit ihre Probleme jetzt selbst lösen.

 

Aber woher kommst du, Fortschritt? Wer hat dich erfunden? Wo willst du hin? Mit unverständlichem verdrehtem Geschwurbel, wie es für gefallene Engel typisch ist, erklärt der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel es der staunenden Menschheit. Hegel war natürlich so unglaublich schlau, dass nur wenige Menschen auf der Welt jeweils in der Lage sein sollen, ihn wirklich zu verstehen. So sagen sie es ja auch über Einsteins Relativitätsgewirr. Nur sehr wenige Menschen können das verstehen.

 

Den Trick kennen wir aus Kaisers neue Kleider. Alle machen mit und tun so, als würden sie es verstehen, obwohl niemand es versteht, weil es da nichts zu verstehen gibt. Aber man will nicht für dumm gehalten werden.

 

Das einzige, was es hier zu verstehen gibt, ist, dass es ein Trick ist, Menschen von Jesus Christus fernzuhalten.

 

Hegels Fortschritt besteht darin, dass es immer eine Idee oder Entwicklung gibt, gegen die dann eine Gegenidee oder -entwicklung entsteht. Das muss so sein und ist immer so. Aus dem Ringen dieser beiden Seiten, die er These und Antithese nennt, würde im nächste Schritt etwas Neues, Besseres entstehen. Voilá, da ist er geboren, der ewige Fortschritt. Ab sofort ist das Neue immer das Bessere, weil es aus dem Früheren hervorgegangen ist und aus diesem bereits gelernt hat. 

 

Bei Hegel wurde der ewige Fortschritt noch vom "Weltgeist" angetrieben. Der Weltgeist will sich durch all das Schöne und all den Horror auf der Erde in seinen ewigen Thesen und Antithesen selbst verwirklichen und finden. Durch alles, was er durch uns geschehen lässt, will er rausfinden, wer er selbst wirklich ist. (Das ist eine Variante von Pantheismus.)

 

Heute lässt man den ominösen Weltgeist einfach weg und weiß gar nicht mehr, woher der Fortschritt eigentlich kommen soll. Hegels Fortschrittssystem geht ohne den Weltgeist überhaupt nicht auf, es ergibt keinen Sinn. Der ewige Fortschritt hat im heutigen Denken überhaupt keinen Grund mehr, er läuft einfach nur, er läuft und läuft und läuft, will aber auch nirgends hin. Dennoch glaubt jeder an diese vollkommen sinnentleerte moderne Fortschrittsmaschine in irgendeiner Form.

 

Sogar die, die zurück zu Natur und Handarbeit gehen wollen, denken, dass die Menschheit Fortschritte macht. Die Menschheit erkennt eben, dass ein Weg falsch war, und jetzt lernt man dazu und korrigiert alte Fehler. Manche glauben auch, dass der Fortschritt darin enden wird, dass die Menschheit sich selbst zerstört. Dann wäre die Natur "wieder gut". Sie hätte einfach nur gelernt, dass die zufällige Erfindung von Menschen keine gute Idee war.

 

Wie wäre es, mal unsere eigene Beobachtung ernst zu nehmen, nach der Dinge zwar kurzfristig besser werden können, aber langfristig alles immer nur schlechter wird? Das erleben wir, und so sagt es auch die Bibel. Gott hat es sehr gut gemacht, aber wir machen es schlechter und schlechter. Das geht solange, bis Gott all unseren genialen Weltverbesserungsideen, mit denen wir alles zerstören, endlich ein Ende setzen wird.

 

Es ist nie einfach gut

Der Fortschrittsglaube hilft uns dabei, die Bibel überheblich zu belächeln. Die Bibel, das war ja früher, da waren die Menschen noch dümmer. Wir leben später und sind also automatisch, per Hegel´schem Dekret, klüger. Leider lässt uns der Fortschrittsglaube darüber nicht froh sein. Denn im  Evolutions- und Fortschrittsglauben ist niemals etwas "gut". Schließlich kommt morgen ja erst das Bessere. Und was steht am Ende? Ach ja, die Wissenschaft weiß heute: Das ganze Universum wird zu Staub und nichts zerfallen sein. Dieses zwingend logische Ende seines geliebten evolutionären Universums fand selbst Darwin deprimierend.

 

Der böse Gott Fortschritt

Der Fortschritt ist ein übler teuflischer Trick gefallener Engel. Gott will, dass wir den Blick auf ihn richten, auf das Jenseits, auf unser ewiges Leben. Dieses kurze, oft schwierige Leben auf Erden, ist für uns Prüfung und Zwischenschritt auf dem Weg in eine wunderschöne Ewigkeit. Aber wer mit dem Fortschritt auf Erden beschäftigt ist, der hat keine Zeit, zu Gott aufzublicken und sein ewiges Leben ernst zu nehmen. Der kommt auch nicht auf die Idee, seine Probleme damit anzugehen, dass er Gott ehrt und um Hilfe bittet.

 

Der Gott Fortschritt fordert unsere ständige Aufmerksamkeit und Unterwerfung. Er hat aber keine Liebe und kein Leben für uns.

 

Voegelin: Realitätsfinsternis (für Philosophie-Freunde)

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