Gott gibt dir seine Nummer, ruf sie an, wenn alle Stricke reißen

Gott sagt "Ruf mich an am Tag der Not" (Jeremia 33,3). Psalm 145 sagt: "Er erfüllt das Begehren derer, die ihn fürchten; er hört ihr Schreien und rettet sie." Gottes Zusage steht, sie ist absolut wahr. 

 

Und wann rettet er uns? Bei großem Leid denken wir, es muss gleich sein, und das Leid muss schnell nachlassen. So wachsen wir in unserer Welt auf. Wir rufen die Feuerwehr, und sie kommt sofort. Wir gehen zum Arzt, und er macht sofort etwas, damit es uns besser geht. Das halten wir für normal.

 

Aber so ist das nicht bei Gott. Es kann sein, dass Gott die schlimme Situation, in der du bist, bald beendet. Oder vielleicht dauert es Jahrzehnte. Es kann aber auch sein, dass er sie zu deinen Lebzeiten überhaupt nicht beendet. Es gibt Probleme und Krankheiten, über denen wir am Ende auch sterben, weil alle Menschen und Tiere auf Erden sterben. Leiden uns Sterben ist absolut real, abermillionenfach täglich auf dieser Erde.

 

Wir sagen: Gott, ich halte das nicht aus, mach endlich was!

Gott sagt: Du hast keine Hoffnung außer mir.

Wir sagen: Das dauert viel zu lange!

Gott sagt: Du hast keine Hoffnung außer mir.

Wir sagen: Aber vielleicht gibt es dich nicht!

Gott sagt: Du hast keine Hoffnung außer mir.

 

Ich selbst habe viel zusätzliches Leid über mich gebracht, weil ich nicht begreifen wollte. Heute bin ich aus dem Leid klüger geworden. Gott meint nicht, ruf mich einmal kurz an, dann bringe ich gleich alles in Ordnung. Gott meint vielmehr, dass wir nicht aufhören sollen, ihn anzurufen, auch und besonders in großer Not. Gott will, dass wir lernen, auf ihn zu harren, auch und gerade, wenn es weh tut. Gott rettet auf seine Weise, nicht auf unsere, und seine komplexen Pläne, die alle Zeit umspannen, erahnen wir nicht einmal.

 

Gott sagt in Jesaja 55,9

Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

 

Wer diesem Gott aufgrund von zeitweise unerträglichen Schmerzen abspricht, dass er alles richtig macht und alles weiß, wählt auf direktem Weg die absolute Hoffnungslosigkeit. Er tötet sich selbst, indem er sich von Gott abschneidet. So habe ich es gemacht. Mach du nicht auch diesen Fehler. Hör nie auf, seine Nummer zu wählen und mit ihm zu sprechen. Statt aufzugeben, sag in allzu großem Leid lieber das, was ich hätte sagen sollen:

 

"Es tut unendlich weh. Ich verstehe es nicht. Ich halte es nicht aus. Aber du allein bist allmächtig. Du allein bist gerecht. Du allein bist gut. Du allein bist das Licht, was alle Menschen erleuchtet. Du bist unsere Hoffnung und unsere Kraft und unser Trost. Du allein hast einen guten Plan für alle. Jedes Leid auf der Erde hört irgendwann auf. Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Anfang vom wundervollen ewigen Leben für die unschuldigen Opfer und für alle, dich sei bei dir bergen. Du allein kannst alles gut machen. Wie könnte ich etwas besser wissen oder tun als mein Gott? Weiche von mir, Satan! Du Satan, bist es, der all das Leid macht. Du Satan, bist der Böse. Gott ist gut. Du Satan, bist der Schwache. Gott ist allmächtig. Er liebt uns. Er liebt alle Menschen und alle Tiere. Er hat ein wundervolles ewiges Leben für uns, da kann ich das hier auch noch eine Weile länger aushalten. Ich preise Gott, egal wie weh es tut, bis zum letzten Atemzug."

 

Meine Erfahrung ist, wenn ich in unerträglichen Schmerzen das tue, was Gott mir sagt, nämlich, dass ich nach ihm schreien soll, dann finde ich nach einiger Zeit plötzliche Erleichterung. Ich kann schlafen, ich kann wieder weitermachen ... bis zum nächsten Mal ...

 

Es gibt viele Psalmen, in denen man sich mit großem Leid wiederfindet, z.B. Psalm 13, Psalm 107, Psalm 142.

 

Sprüche 3,5

Vertraue auf den HERRN mit ganzem Herzen und verlass dich nicht auf eigene Klugheit. 

 

Psalm 42,12

Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, dass er meine Rettung und mein Gott ist! 

 

Psalm 118,17

Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Taten des Herrn verkünden. 

 

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