Errettung ist nicht Heiligung

Es ist eins von Teufels wichtigsten Projekten, Gläubige davon abzuhalten, ihr Potenzial auf Erden auch zu entfalten. Hierfür verdreht er den Glauben und hält uns in Angst und Unsicherheit.

 

Gott sagt, wir sind gerettet, sobald wir zum Glauben an Jesus kommen. Wir müssen nichts weiter tun, keine Gesetze einhalten, keine guten Taten machen, einfach nur glauben. So gut wie alle Christen-Vereine lehren und leben etwas anderes. Sie machen dir Angst, damit du ihre Veranstaltungen besuchst und ihnen dein Geld gibst.

 

Dafür werfen sie die Errettung und die Heiligung in einen Topf. Wer die Heiligung nicht bestehen würde, könnte wieder verloren gehen, drohen sie. Aber das ist falsch.

 

Sprich immer mit Gott

Gott will nicht, dass Gläubige in Angst leben, wieder verloren gehen zu können. Wir sollen angstfrei eine persönliche Beziehung mit ihm pflegen, über alles mit ihm sprechen.

Das kann man nur, wenn man sicher ist, dass Gott einen nicht rauswirft, weil man etwas falsch macht. Das macht Gott nicht, und er will, dass wir das wissen.

 

Gute Taten kommen erst danach

Ja, Gott will, dass wir Sünden ablegen und Gutes in der Welt tun. Das ist Teil der Heiligung. Aber die Heiligung beginnt immer mit dem persönlichen Verhältnis mit Gott. Wir müssen Zeit mit Gott verbringen, mit ihm reden. Dann führt Gott uns in die guten Taten, er hilft uns, Sünden abzulegen. So herum funktioniert die Heiligung. Wir müssen uns führen lassen und nicht selbst versuchen zu führen. 

Wer seine Heiligung selbst in die Hand nehmen will, verfehlt damit die gelebte Beziehung mit Gott. Du versuchst, es selbst zu schaffen. Du versuchst, dich selbst gerecht zu machen vor Gott. Das nennt man "Werksgerechtigkeit", unsere eigenen Werke sollen uns gerecht machen.

 

Aber das wirst du nicht schaffen, weil niemand das kann. Stattdessen wirst dein Motor im Leerlauf drehen, und du bewegst dich überhaupt nicht von der Stelle. Wenn wir an der Hand Gottes gehen, führt er uns in die guten Taten, die wir auch schaffen können.

 

Heiligung ist für Gläubige

Man findet in der Bibel sehr viele Anweisungen zu gottgefälligem Verhalten, die einem schwierig bis unmöglich erscheinen können, wenn man realistisch ist. Das ist im Alten Testament extrem, aber auch im Neuen Testament, besonders in den Briefen der Apostel der Fall.

 

Tatsächlich zeigt eine genaue Untersuchung der Texte und ihres Zusammenhangs, dass es Anleitungen für Gläubige zur Heiligung sind. Die Gesetze im Alten Testament einzuhalten, ist überhaupt keine Pflicht, um Vergebung in Jesus zu haben. Denn allein unser Glaube rettet uns. 

 

Nach der Bekehrung sollte man natürlich - so gut man kann - Gottes Wege lernen. Wie man als Bekehrter lernt, gottgefälliger zu leben, darum geht es in diesen Texten. Das nennt sich Heiligung. Der einzige Weg, wie wir das schaffen können, ist, indem wir uns ständig mit Jesus über alles auseinandersetzen. Gläubigen, die Gottes Willen missachten, werden auch Strafen und Verluste angekündigt, im Diesseits und im ewigen Leben. Es geht um das Motto: Wenn du dich als Gläubiger nicht ehrlich bemühst, Gott zu gefallen, schadest du dir selbst. 

 

Ungehorsame Kinder bleiben Kinder

Aber niemals wird Gläubigen angedroht, dass Gott sie wieder fallenlassen wird, wenn sie etwas nicht schaffen. Sobald wir zum Glauben kommen, werden wir unumkehrbar Gottes Kinder. Gott lässt den Teufel nicht seine Kinder klauen, nur weil wir wieder auf diesen reinfallen. Platt gesagt, man kommt auch ohne Heiligung in den Himmel.

 

Deshalb haben diejenigen Christen recht, die lehren, dass wir "einmal gerettet, immer gerettet" sind, auf Englisch "Once Saved, Always Saved (OSAS)". Ja, man kann das missbrauchen, aber es geht hier nicht darum, was wir leisten oder nicht. Es geht allein darum, was Gott leistet, obwohl keiner von uns es verdient.

 

Wir sollen als Gläubige gottgefällig leben und Gott gehorchen, aber falls wir es nicht tun, bleibt Gott uns trotzdem treu und rettet uns.

 

Johannes 10,29:

Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen.

 

Andy Woods: Soteriology 17: Sanctification

 

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