Es ist leicht, Gott zu preisen und zu ehren, solange es einem gut geht. Aber je schlechter es uns geht, umso schwerer wird es. Irgendwo, irgendwann brechen wir vor ihm. Wir sagen: "Wie kannst du mir das antun, wo ich doch dies und das getan habe und dir treu bin?!"
Wenn du an Jesus glaubst, aber Probleme oder Süchte nicht weggehen, dann hat das gute Gründe. Mentale Probleme können mit eigenem Trauma und Altlasten zu tun haben, die durchgearbeitet werden müssen. Man muss vielleicht mit Jesus Lügen aufspüren, die im Innersten verborgen liegen. Es kann aber auch einfach sein, dass höhere Gründe vorliegen, die wir nicht verstehen können, und dass wir einfach nur geprüft werden. Es kann sein, dass überwältigend schlimme Dinge passieren in unserem Leben.
Die beste Literatur dazu ist das Buch Hiob. Es ist im Detail allerdings kompliziert. Die Vortragsreihe von Roger Liebi hilft weiter: Hiob: Vom Leiden zum Segen. (Achtung, dort ist die Reihe chronologisch nach Erscheinungsdatum sortiert!)
Bei Hiob kann man sehen, dass Gott in der Tat den Teufel auch die besten Gläubigen quälen lässt. Und siehe da, auch beim treuen Hiob kommt schließlich die verborgene Rebellion, der falsche Stolz im Innersten, zum Vorschein. Und Hiob wird am Ende davon geheilt. Gott bringt also die verborgene Rebellion in unseren Herzen ans Licht, damit er uns noch tiefer heilen kann. Gott sagt in der Bibel, dass er uns durchs Feuer läutert, wie Silber im Feuer geläutert wird.
Der Schlüssel ist, dass wir lernen, immer auf Jesus zu schauen, immer mit ihm durch alles Leid zu gehen. Sobald wir uns gegen ihn wenden, wird es noch schlimmer. Gott ist der Gott allen Trostes. Alle Hoffnung liegt bei ihm allein, in der Ewigkeit, in der absoluten Erlösung am Ende dieses Erdendaseins, wenn unser wahres Leben erst beginnt ...
Lukas 4,18-19
Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.