Viele Menschen denken so, vor allem die, die bislang halbwegs gut in diesem Leben klar kommen. Oder die, die hart gearbeitet haben und schwierige Situationen gut gemeistert haben.
Leider leben wir alle in einer völlig verdrehten Rahmengeschichte, die wir für wahr halten. Überprüfen kann man sie zum Beispiel mit Hilfe der Rubrik → Wissenschaft. Wenn man wüsste, wie erlogen alle Weltweisheit heute ist, würde man nicht mehr so leicht über das Angebot des allmächtigen Gottes zur Vergebung und Errettung hinwegbrettern, wie viele das tun.
An dieser Stelle aber, erkläre ich nur nochmal das Angebot, um das es geht, nochmal auf andere Weise. Ich finde, wenn man es wirklich ablehnen will, sollte man es vorher auch wirklich verstanden haben.
Stell dir einfach vor, unser Staat wäre allwissend und allmächtig. Er hätte dann jede einzelne kleine Übertretung irgendeines Gesetzes durch dich registriert. Jedes noch so kleine "Mitgehenlassen" von etwas, jede einzelne Verkehrsübertretung, sei sie nun absichtlich oder versehentlich passiert. Eine sehr lange Liste wäre das für jeden von uns. Und du weißt, irgendwann kommen sie, und dann musst du bezahlen, und es wird viel mehr sein, als du jemals bezahlen kannst, und dann werden sie dich für immer ins Gefängnis werfen. Denn die Bußgelder in diesem allmächtigen Staat sind unglaublich hoch. (Dass heute gerade der perfekte Überwachungsstaat aufgebaut wird, ist ein pikantes Detail am Rande.)
So absurd das klingen mag, aber genau so stehen wir vor Gott da. Die Liste ist sehr lang und sehr unangenehm. Niemand von uns ist in der Lage, für all das zu bezahlen, was wir im Laufe unseres Lebens gegen Gottes Willen (und meist gegen unser eigenes Gewissen) verbockt haben.
Gott will, dass wir wissen, dass wir so vor ihm dastehen, mit einer riesigen Latte von Vergehen und nichts zum Bezahlen unserer Schuld, außer unserem eigenen ewigen Leben. Weil Gott aber kein liebloser Staat ist, sondern unser Schöpfer, der uns liebt, deshalb gibt er uns einen einfachen Weg, wie er uns rechtmäßig alle Schuld erlassen kann. Nur eine einzige Sache verlangt er: dass wir glauben, dass Gott in Jesus Mensch wurde und für unsere Sünden starb und wiederauferstanden ist. Das heißt, wir glauben, dass Gott unser Schöpfer ist, dass er uns sehr liebt, dass er für uns als Mensch lebte und litt und für uns sogar starb. Die Wiederauferstehung beweist, dass er Gott ist und bahnt außerdem für uns den Weg, weil die Gläubigen nach dem Tod auch einen solchen neuen, unsterblichen Wiederauferstehungskörper bekommen. Wir müssen Gott glauben, dass wir Sünder sind und dass Gott uns unverdiente Befreiung von aller Schuld anbietet.
Deine Sündenliste verbrennt, löst sich in nichts auf, wenn du zu Jesus kommst.
Warum richtet Gott es so ein, dass wir erst Sünder werden in einer sündigen Welt und dass wir zu ihm umkehren müssen, um Vergebung und ewiges Leben zu bekommen?
Ganz einfach, wenn man erst Sünder ist und dann Vergebung erhält, ist man dankbarer. So sagt es Jesus über die Sünderin (Lukas 7,37-47), und genau so habe ich es in meinem Leben erlebt. Als Kind war ich bei Gott, sogar im Himmel, und ich war überglücklich, voller Liebe, aber ich wusste das große Geschenk nicht wirklich zu schätzen. Ich war überheblich und bin auf den Teufel reingefallen. Dadurch, dass ich schuldig wurde und mich für immer als verloren sah, weiß ich heute zu schätzen, was Gott mir völlig unverdient schenkt.